ECHT  SCHWEIZERISCH
Default
Episoden aus dem Schwinger-Blog
Dienstag, 12.08.2008 von Schlussgang
#31 - STUCKI FESTIGTE SEINE LEADERROLLE
Schwingfest_5

4000 Zuschauer und 150 Schwinger am stimmungsvollsten Berner Kantonalschwingfest seit längerem.

Christian Stucki bodigte wie schon auf dem Weissenstein im Schlussgang Christian Dick. Die beiden Seeländer boten tollen Schwingsport und führten eine erneut kompakte Berner Spitze an.

Dass die Berner wieder zu einer Macht werden können und zu Grossem fähig sind, deuteten sie an ihrem Teilverbandsfest in Ins erneut an. Besonders die jüngere Gilde kann an der derzeit bestehenden Hierarchie rütteln. Daneben sorgen ein paar erprobte Wettkämpfer für ein solides Fundament im Team. Das Geschehen war durch Spannung geprägt, so ganz nach dem Geschmack des Publikums. Nach drei Gängen standen nur noch Christian Dick und Simon Kämpf mit einer sauberen Weste da. Angesichts der grossen Ausgeglichenheit waren die Würfel aber noch lange nicht gefallen. Im Duell der beiden Führenden behielt Christian Dick das bessere Ende und hatte einen Zähler mehr auf seinem Konto als seine unmittelbaren Verfolger. Diese Konstellation versprach einen spannenden Finish. Wie auf dem Weissenstein qualifizierten sich die beiden Seeländer Christian Stucki und Christian Dick für die Endausmarchung.

Topfavorit für Saisonhöhepunkt Das Finale entschied Hüne Stucki erneut zu seinen Gunsten. Die Entscheidung fiel in der fünften Minute mittels Kurz. Dank seinem überzeugenden Auftritt und den sechs Kranzfestsiegen ist Christian Stucki endgültig in die Rolle des Kronfavoriten für den Kilchberger Schwinget geschlüpft. Mit Höchstnoten gegen Ady Tschümperlin und Simon Bohner gelang dem 23-jährigen Forstwart der Auftakt nach Mass.

Dass er auch konditionell mithält, demonstrierte er in der resultatlosen Begegnung mit Matthias Sempach. Ebenfalls viel Durchsetzungsvermögen bewies er bei seinen Siegen gegen Jonas Lengacher und Thomas Sempach. «Da Christian Dick immer wieder für Überraschungen gut ist, ging ich vorsichtig ans Werk, was aufgegangen ist», sagte er nach seinem magistralen Auftritt.

Dicks Effort gegen Glarner Beim 32-jährigen Christian Dick scheint es wie mit dem Wein zu sein: je älter, desto besser. Als Höhepunkt darf sein Erfolg gegen Matthias Glarner bezeichnet werden, den er am Boden mit seinem eigens kreierten Aufreissen besiegte. Dank vier Siegen konnte er sich gegen Matthias Sempach für die Schlussgangteilnahme ein Unentschieden leisten.

Insgesamt gab der Anlass die Leistungen dieser Saison deutlich wieder. So bestätigte Roger Brügger mit fünf Siegen, zuletzt gegen Thomas Arnold, und dem Unentschieden gegen Kilian Wenger, dass er nach wie vor ein wichtiger Eckpfeiler im Berner Gefüge ist. Weiter untermauerte Matthias Sempach mit explosiven Zügen sein Können. Überhaupt hatte die Schlussrangliste letztlich Profil, was auf eine klare Rollenverteilung im Berner Lager schliessen lässt.

Peter Imfeld bester Gast Dass die Gäste einen schweren Stand haben würden, war im Vorneherein klar. Als Bester klassierte sich Peter Imfeld im beachtlichen fünften Rang. Nach zwei Unentschieden rollte der Lungerer das Feld von hinten auf. Weiter reisten der St. Galler Martin Glaus und etwas überraschend der Romand Michael Nydegger kranzgeschmückt nach Hause. Willy Graber, Sieger der beiden letzten Austragungen, erkämpfte sich gerade noch den letzten Kranz. Er musste gegen Simon Kämpf eine Niederlage hinnehmen und remisierte überdies mit Peter Imfeld und Ady Tschümperlin.

Was meinen Sie dazu?
Diese einfache Rechnung dient als Spamschutz!