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Episoden aus dem Schwinger-Blog
Mittwoch, 11.06.2008 von Schlussgang
#18 - SCHWINGSPORT UND SICHERHEIT
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Dienstag, 20. Mai 2008, St. Gallen-Espenmoos: Dutzende Sicherheitskräfte liefern sich mit erbosten «Fans» eine Schlacht im Fussballstadion, weil der FC St. Gallen soeben in die zweithöchste Liga des Schweizer Fussballs abstieg. Zum Vergleich fünf Tage später in Mosnang: 3600 Zuschauer besuchen das St. Galler Kantonalschwingfest im Rahmen der 100-Jahr-Feierlichkeiten des St. Galler Kantonalschwingerverbandes. Sicherheitskräfte, wenn überhaupt vorhanden, müssen nicht einmal eingreifen. St. Galler, Bündner, Zürcher oder Luzerner Gäste duellieren sich auf dem Schwingplatz friedlich. Fairness und Sportgeist stehen im Vordergrund.

Nicht umsonst geniesst der Schwingsport grosse Popularität. Viel zum Boom beigetragen haben die beiden letzten Eidgenössischen Schwingfeste in Luzern (2004) und Aarau (2007).

Dem Schwingsport ist es gelungen, das Traditionelle mit dem Modernen zu verbinden. Bei einem Schwingfest sind Frauen und Männer jeden Alters anzutreffen. Dies widerspiegelt sich in steigenden Zuschauerzahlen. Noch selten mobilisierte beispielsweise das Aargauer Kantonalschwingfest 3000 Zuschauer. So geschehen in diesem Jahr in Möriken-Wildegg.

Trotzdem ist es dem Eidgenössischen Schwingerverband noch nicht ganz gelungen, den Boom auszunutzen. Beim zeitlichen Ablauf von Schwingfesten oder im Bereich der Werbung sind Anpassungen fällig. Es ist unnötig, mit neun bis zehnstündigen Anlässen die gewonnenen Zuschauer wieder zu vergraulen.

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Diese einfache Rechnung dient als Spamschutz!