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Episoden aus dem Schwinger-Blog
Donnerstag, 26.08.2010 von Marco
#129 - KöNIG KILIAN UND DIE ZUKUNFT
Nach dem souveränen Erfolg am Eidgenössischen in Frauenfeld streiten sich die Medien förmlich um den neuen König und seine Lebensgeschichte.
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Daher verzichten wir auf eine detaillierte Beschreibung seiner Karriere und möchten schon etwas in die Zukunft schauen.

Wem gehört die Zukunft Viele hielten es nicht für möglich, dass ein 20-jähriger die Königskrone aufsetzen darf. Die Konkurrenz der erfahrenen Garde war doch so gross: Grab, Forrer, Abderhalden, Fausch und wie sie alle hiessen. Am nächsten Eidgenössischen in Burgdorf 2013 sind wieder drei Jahre vergangen und für die älteren Eidgenossen wird es immer schwieriger, den Titel einmal oder wieder zu gewinnen. Aber der Schwingsport wird dadurch nicht leiden. Neue Jungtalente schufen sich einen Namen in Frauenfeld. Dabei vergisst man diese Schwinger wie Bless Michael (5.a), Sempach Matthias (5.c), Schuler Christian (6.c), Glarner Matthias (7.f) und Siegenthaler Matthias (7.i) nebst dem König beinahe. Sie zeigten alle eine hervorragende Leistung und können mit erhobenen Hauptes auf den nächsten Grossanlass im Schwingsport zusteuern.

Trotz Kritik vorne Viele sogenannte Schwinger-Experten sagten dem Nordostschweizer Teilverband eine misserable Zukunft voraus. In der Kranzbilanz meldeten sich die NOSler aber stark zurück. 13 Kränze, sogar einer mehr als die oft gelobten Berner, standen am Schluss auf dem Konto.

Belohnung für die Mannschaft Die Berner schwangen ebenfalls stark auf. Unter den besten 8 Schwingern in Frauenfeld stammen Sage und Schreibe 50% aus dem BKSV. Da kann sich die Nachwuchsabteilung im Berner-Verband selbst auf die Schulter klopfen.

Doch zu viel Medienpräsenz? Ein riesiger Anlass, über 20 Mio. Franken an Budget und gigantische Bauten konnten wir in Frauenfeld betrachten. Was aber vielen auffiel, war die überdurchschnittliche Werbepräsenz der sogenannten Königssponsoren. Mich erinnerte ein kurzer Gang durch die Königsallee an die wöchentliche Einkaufstour im Supermarkt. Überdimensionierte Werbeaufschriften zierten die Arena und alles wurde etwas Pompöser als damals in Aarau. Nun stellt sich die Frage, kann und will Burgdorf dieses Niveau wirklich überbieten und ist wirklich das Ziel des Eidgenössischen, über 50'000 Leute in eine Arena einzuladen, wovon 30% keine Ahnung vom Schwingsport haben? Was meint ihr dazu? Lasst uns an eurer Meinung teilhaben...

9 Kommentare
Behrens Hans sur la Côte 20 Mont-Soleil
Geschrieben am: 17.09.2010
Es war ein wunderbares ESAF. Aber schade dass zuwenig Billet für die echten Schwingerfreunde zur verfügung waren.Ich hoffe Obmann Ernst Schläpfer nimmt das in die hand für Burgdorf 2013 Ich habe das gefühl es wurden zuviel an die Sponsoren abgegeben und dann nicht benutzt.Die Schwingerfreunde aus der Romandie hatten zu wenig Billet.
Willi
Geschrieben am: 14.09.2010
Es stimmt, sehr viele Besucher hatten keine Ahnung vom Schwingsport. Viele von diesen Besuchern haben den Sport jedoch neu ins Herz geschlossen und werden künftig aktiv das Geschehen verfolgen. Bedenklich haben mich die vielen leeren Sponsorensitzplätze im Sektor A gestimmt (sogar während dem Schlussgang)! Dafür haben etliche Leute, welche den Sport seit Jahren aktiv verfolgen, keine Tickets fürs ESAF ergattern können. Der Verteilung von Eintrittskarten sollte beim nächsten ESAF besondere Beachtung geschenkt werden (weniger Sponsorentickets).
Ronny
Geschrieben am: 04.09.2010
Zuviel geworden ist das ganze drumherum! Die echte Schwinger-Familie baucht diese Werbung so nicht!Super war die Leistung aller Schwinger die diese Hitze gut überstanden haben!Das war richtige Werbung!
Marco
Geschrieben am: 01.09.2010
Herzlichen Dank für die Anmerkung Herr Balz. Es freut mich ausserordentlich, dass Sie den Bericht so genau durchlesen! Von Ah Benji vom ISV habe wirklich nicht aufgeführt. Also zurecht diese Anmerkung. Nur das 'Schreiberling' können Sie weglassen.
ruth
Geschrieben am: 30.08.2010
zuviel drum und dran,um was gehts eigentlich an den Eidg....??Das wichtigste geht langsam unter.Die Werbegeschenke haben nichts mit dem Schwingsport zu tun gehabt. Schwägalp und Brünig sind schöne Schwingfeste
Mättu
Geschrieben am: 30.08.2010
Ich fand dad Fest im Grossen und Ganzen gut. Schad fand ich die Situation auf der Sponsoren Tribüne. Da gab es doch tatsächlich Personen die am Nachmittag um zwei eintrafen und sich ab dem heissen Wetter aufregten. Diese Tickets gingen besser in den freien Verkauf.
Berchtold Balz Giswil
Geschrieben am: 30.08.2010
Wenn schon von den Jungen gesprochen und geschrieben wird, so darf sicher auch ein von Ah Benji erwähnt werden, der nach fast 2 jähriger Absentz in dieser Saison zurück gekehrt ist. Vieleich sollte der Schreiberling noch einmal die Notenbläter mit den im Bericht erwähnten Schwingern verglichen werden!!! Dies als Anmerkung.
Hans Ri
Geschrieben am: 29.08.2010
Gigantisch war es, das Schwingfest in Frauenfeld. Genau so sollte es sein und bleiben. Warum soll ein Schwingfest nicht auch von der Werbung profotieren? Und wem die Werbegeschenke zu schwer sind, der kann sie ja dankend ablehnen! Niemand wird dazu verpflichtet irgend ein Geschenk nach Hause zu nehmen! Das war beste Werbung für den Schwingsport. Macht weiter so, der Nachwuchs fühlt sich so angesprochen!
Sibylle T.
Geschrieben am: 26.08.2010
Ich denke es geht nicht darum ob 47 Tausend ode 50 Tausend in die Arena passen. Das drumherum war in Frauenfeld gigantisch - fast zu gigantisch. Ich musste einen grossen Trekkingrucksack an Werbegeschenken nach Hause tregen, die meine Kinder bekommen haben.
Was meinen Sie dazu?
Diese einfache Rechnung dient als Spamschutz!