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Episoden aus dem Schwinger-Blog
Freitag, 09.05.2008 von Schlussgang
#9 - ABDERHALDENS FüNFTER TRIUMPH
Sieg_2

138 Schwinger und 2500 Zuschauer am Kantonalschwingertag in Sonterswil

Trotz eines gestellten Schlussganges gegen Urban Götte gewann Jörg Abderhalden den Thurgauer Kantonalschwingertag in Sonterswil ungefährdet. Den zweiten Rang teilten sich Neueidgenosse Andy Büsser und Beni Notz, der für die Thurgauer die Ehre rettete.”

Ein Gesetz scheint sich an den Thurgauer Kantonalfesten zu etablieren: Das Wetter ist wunderschön und Jörg Abderhalden gewinnt den Siegermuni. Dass es sich dieses Jahr um ein schottisches Hochlandrind handelte, mag für den sieggewohnten Schwingerkönig ein besonderer Anreiz gewesen sein. Auf jeden Fall fackelte er in den ersten drei Gängen nicht lange und bodigte zuerst Edi Philipp, dann Beni Notz und Mike Peng. Keiner der Gänge dauerte mehr als eine Minute. Erst im vierten Gang gegen Vereinskollege Urban Götte wurde der Nesslauer gefordert. Abderhalden nutzte die Gelegenheit, um dem Publikum nochmals den Aarauer Siegesschwung respektive -wurf vorzuführen. Nach einem weiteren kurzen Gang gegen den Bündner Ursin Battaglia kams im Schlussgang nochmals zum Wattwiler Klubduell.

Schlecht belohnter Urban Götte Auch Urban Götte hatte in seinen bisherigen Gängen trotz der Niederlage gegen Abderhalden überzeugt. Mit seiner offensiven, risikofreudigen Kampfweise ist er eine Attraktion. Der Schlussgang verlief animiert. Götte griff an, Abderhalden verlegte sich aufs Abwarten und Kontern. Sein Vorsprung auf den drittplatzierten Andy Büsser betrug nach fünf Gängen 1,5 Punkte. Götte fiel in der Schlussabrechnung hinter Büsser und Notz sowie Edi Philipp zurück. Ein Abderhalden-Bruderduell wie im letztjährigen Schlussgang war von vornherein ausgeschlossen. Urs war zwar anwesend, leidet aber weiterhin an den Folgen seiner schweren Knieverletzung.

Durchzogene Thurgauer Bilanz Neben den St.Gallern waren wie erwartet die mit allen Spitzenleuten ausser Stefan Fausch angereisten Bündner stark. Sieben ihrer Schwinger klassierten sich in den Kranzrängen, angeführt von Edi Philipp. Die Thurgauer sind vorläufig verletzungsbedingt geschwächt. Nach Stefan Burkhalter und Manuel Strupler fiel kurzfristig auch noch Roland Krähenbühl aus. Trotzdem erkämpften sich die Thurgauer immerhin sechs Kränze. Beni Notz klassierte sich als Bester auf Rang 2.

Aus Thurgauer Sicht besonders erfreulich: Die jungen Ernst Bühler, Stefan Messerli und Andreas Schefer gewannen ihren ersten Kranz. Andere bewährte Kräfte wie Bernhard Wild und Sämi Ilg kamen hingegen nicht richtig in Schwung.

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