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Episoden aus dem Schwinger-Blog
Dienstag, 19.01.2010 von Schlussgang
#104 - MATTHIAS GLARNER VOR MARTIN GRAB UND ADI LAIMBACHER
Schwingfest_19

16 Schwinger mit einer eigenen Webseite im Internet: Die Qualität und Aktualität des Auftrittes schwankt extrem

Bei einem Auftritt im Internet sind von Schwingern ganz andere Qualitäten als im Sägemehl gefragt. Ein Blick auf die Hompages von 16 Schwingern zeigt extreme Schwankungen. Den «Cyberhosenlupf» gewinnt Matthias Glarner knapp vor Martin Grab und Adi Laimbacher. Schwingerkönig Arnold Forrer fällt ab.

Matthias Glarner hat erst seit knapp einem halben Jahr einen eigenen Internetauftritt. Doch die erfrischende Homepage des 24-jährigen Sportstudenten aus dem Berner Oberland ist bereits die beste und aktuellste aller aktiven Schwinger. Glarner suchte zu Beginn Unterstützung bei Kollegen mit professionellem Können. «Ich wählte einen Gestaltungsvorschlag aus. Dabei achtete ich auf ein modernes Design », sagt er zur Entstehung. Fachleute halfen ihm bei der Grafik und beim technischen Aufbau, doch für alle Inhalte ist der Rigi-Sieger 2009 selber zuständig. Weil er für sein Uni-Studium täglich am Computer und im Internet arbeite, sei dies für ihn keine schwierige Aufgabe. Fotos erhält er regelmässig von Fotograf Rolf Eicher zur Verfügung gestellt. Glarner fühlt sich gegenüber seinen Fans, Freunden und Sponsoren verpflichtet, die Homepage immer aktuell zu halten. «Das ist auch eine persönliche Visitenkarte, insbesondere wenn ich mein Studium einmal abgeschlossen habe.»

Wenn die Unterstützung fehlt Kein anderer Schwinger füllt selber so viele Inhalte und schreibt regelmässig aktuelle Texte auf seine Homepage. Auf vielen anderen Internetseiten von Sägemehlathleten ist deutlich spürbar, dass ein Kollege oder ein Familienmitglied die Aufgabe gefasst hat, die Seite zu aktualisieren, aber zu wenig Informationen, Texte und Bilder erhält. Andere Schwinger erledigen dies offensichtlich selber, sind damit aber auf die Dauer überfordert. Darauf angesprochen, seufzte Schwingerkönig Arnold Forrer tief. Nach der letzten Überarbeitung sei der vorgesehene Webmaster ausgefallen. Resultat: Die letzte «aktuelle» Meldung stammt vom Juni 2008! Er habe niemand, der die Homepage betreue. «Ich bräuchte zu viel Zeit dafür. Für mich hat das Schwingen Priorität.» Immerhin verspricht er Besserung. Das Internet sei gegenüber seinen Sponsoren wichtig, deshalb suche er jemanden, der ihm in dieser Sache helfe.

30 Sponsoren bei Stefan Fausch Mit Ausnahme von Martin Koch, der auf keine materielle Unterstützung zu zählen scheint, ist für alle Schwinger im Internet die Präsentation mehrerer Sponsoren (inklusive Link) wichtig. Am üppigsten ist dies bei Stefan Fausch der Fall, der gleich 30 Firmen und Namen in verschiedenen Kategorien auflistet.

Die meisten Schwinger-Homepages führen ein Gästebuch. Matthias Glarner verzichtet darauf und liegt damit nicht schlecht, denn Substanzielles ist darin selten zu finden, stattdessen viel Unerwünschtes. Sogenannte Fanshops bieten Sempachs und Thürigs, Matthias Glarner, Adi Laimbacher und Stefan Fausch, wobei das Angebot nicht über Autogrammkarte, T-Shirts und Mützen hinaus reicht. Bei Matthias Glarner, Martin Grab und Stefan Fausch hat ausserdem der persönliche Fanclub eine separate Rubrik.

Fazit: Ein guter Internetauftritt verursacht viel Aufwand. Nur wenige Schwinger bewältigen diesen.

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